Vorsorge rettet Leben – Wohnortnahe Brustkrebsfrüherkennung im Mammobil

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TV-Moderatorin Sylvie Meis, Schauspielerin Cynthia Nixon und die Sängerin Kylie Minogue haben vieles gemeinsam: Sie sind erfolgreich, strahlen Selbstbewusstsein aus und stehen mitten im Leben. Und: Sie alle sind an Brustkrebs erkrankt. Neben einer familiären Vorbelastung ist vor allem das Alter ein Faktor, der das Brustkrebsrisiko steigen lässt. Was hilft? Vorsorge und Früherkennung! Beides gibt es seit einigen Jahren direkt vor der Haustür – dank des Mammobils.

Brustkrebs trifft nur andere: die Bäckersfrau, die Nachbarin oder die entfernte Bekannte aus dem Sportverein. Das sei eine Illusion, der sich keine Frau hingeben sollte, findet Prof. Dr. Oliver Behrens, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der imland Klinik Rendsburg. „Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Jährlich gibt es in Deutschland rund 72.000 Neuerkrankungen.“ Damit Betroffene in der Region gut versorgt sind, haben sich die Schwerpunktkrankenhäuser in Heide, Itzehoe, Neumünster und Rendsburg zum Holsteinischen Brustzentrum (HBZ) zusammengeschlossen (www.holsteinisches-brustzentrum.de). „Durch hohe Fallzahlen und einen intensiven kollegialen Austausch, zum Beispiel im Rahmen der gemeinsamen interdisziplinären Tumorkonferenz, können wir die Qualität der Behandlung immer auf dem neuesten Stand halten“, erläutert Professor Behrens, Geschäftsführer des HBZ, die Vorteile der Kooperation. Seit 2005 beweist das Holsteinische Brustzentrum durch die jährliche Zertifizierung mit externen Fachprüfern die hohe Qualität gemäß der aktuellen Leitlinien. Es war damit das erste zertifizierte Krebszentrum in Schleswig-Holstein.

„Weniger als 20 Prozent der Brustkrebserkrankungen treten vor dem 50. Lebensjahr auf.“

Später im Leben ist der Risikofaktor höher

„Das Brustkrebsrisiko hängt vor allem vom Alter ab“, erklärt der erfahrene Gynäkologe. „Weniger als 20 Prozent der Brustkrebserkrankungen treten vor dem 50. Lebensjahr auf.“ Daher haben Frauen ohne Risikofaktoren zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr Anspruch auf das gesetzlich initiierte Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs. Alle zwei Jahre erhalten sie eine Einladung in das ihnen zugeteilte Screening-Zentrum, welches im Fall von Rendsburg der Radiologie (Zentrum für Brustdiagnostik) der imland Klinik Rendsburg zugeordnet ist. Programmverantwortlicher Arzt für das Mammographie-Screening ist Prof. Dr. Joachim Brossmann, dortiger Radiologie-Chefarzt.

Wie läuft die Untersuchung im Mammographie-Screening ab?

„Die Mammographie ist eine besondere Röntgenuntersuchung der Brust, die zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt wird“, erklärt Professor Brossmann. „Mammographie“ leitet sich von dem Wort „Mamma“ ab, der Fachbezeichnung für die Brust, und bedeutet Darstellung der Brust. Bei der Untersuchung werden die Brüste vorsichtig zwischen zwei Plexiglasplatten fixiert und dann geröntgt. Auf diese Weise können sogar 3D-Aufnahmen entstehen, die anschließend sorgfältig ausgewertet werden.

Das Mammobil macht regionale Vorsorge möglich

Gerade für Frauen in ländlichen Regionen kann es aufgrund der Entfernung schwierig sein, für das Mammographie-Screening eine entsprechende Praxis oder Klinik aufzusuchen. Um unzumutbare Anfahrtswege zu vermeiden, kommt das Mammobil der imland Klinik zum Einsatz. „Das Innere des modernen Trailers gleicht einer kleinen Praxis mit Empfang und Screening-Bereich“, erklärt Professor Brossmann. „Somit bringen wir die Vorsorge direkt zu den Frauen, statt die Betroffenen ins Krankenhaus zu bitten.“ Die genauen Termine und Standorte des Mammobils können unter http://www.ich-bin-mir-sicher.de/de/aktuelles nachgelesen werden.

„Wird eine Brustkrebserkrankung durch Vorsorge, Früherkennung oder gegebenenfalls die Selbstuntersuchung in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut.“

Weitere Brustkrebs-Früherkennungsmaßnahmen

Sinnvoll wäre nach Meinung beider Experten eine Ausweitung des Mammographie-Screening-Programms auf jüngere Frauen zwischen 45 und 50 Jahren und auf Wunsch auch auf Frauen, die älter sind als 69 Jahre. Generell zahlen gesetzliche Krankenkassen ab dem 30. Lebensjahr einmal jährlich das Abtasten der Brüste und der Achselhöhle beim Frauenarzt. Außerdem erhalten Patientinnen dort eine Anleitung zur Selbstuntersuchung. Dabei sollten sie vor allem auf tastbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder Achselnähe, sichtbare Verformungen, Hautveränderungen sowie Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze achten. Natürlich kann sich jede Frau bei Auffälligkeiten zur Abklärung oder Beruhigung jederzeit an ihre Frauenärztin oder ihren Frauenarzt wenden. „Für Frauen mit erblich bedingt hohem Brustkrebsrisiko hingegen gibt es ein spezielles intensiviertes Früherkennungsprogramm bereits ab dem 25. Lebensjahr“, weiß Professor Behrens. Beide Ärzte betonen: „Wird eine Brustkrebserkrankung durch Vorsorge, Früherkennung oder gegebenenfalls die Selbstuntersuchung in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut.“

Ihre Fachkliniken vor Ort

Prof. Dr. Oliver Behrens
Prof. Dr. Joachim Brossmann

 

 

 

 

 

 

imland Klinik Rendsburg
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Prof. Dr. Oliver Behrens
Lilienstraße 20-28
24768 Rendsburg
Tel. 04331 200-5001
E-Mail: gynaekologie@imland.de

Radiologie
Prof. Dr. Joachim Brossmann
Lilienstraße20-28
24768 Rendsburg
E-Mail: radiologie@imland.de

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