Strahlentherapie: Hightech-Medizin im Kampf gegen Krebs

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Etwa 65.000 Männer erkranken jedes Jahr an einem bösartigen Tumor im Bereich der Prostata, einem sogenannten Prostatakarzinom. Unter Umständen bemerkt der Betroffene die Erkrankung zunächst lange Zeit nicht, da Symptome wie Probleme beim Wasserlassen und Erektionsstörungen erst im späteren Krankheitsverlauf auftreten. Eine Früherkennungsuntersuchung kann daher Leben retten.

So lästig es auch ist – Männer ab 45 sollten sich im Idealfall jährlich auf Prostatakrebs untersuchen lassen. Denn nur, wenn der Tumor rechtzeitig erkannt wird, besteht die Chance die Erkrankung dauerhaft zu heilen. Dementsprechend wird im Prostatazentrum der imland Klinik Rendsburg bei einem Verdacht auf Prostatakrebs oder nachgewiesenem Krebs jeder Einzelfall interdisziplinär von einem Expertenteam besprochen. Im Anschluss erhält jeder Patient eine individuelle Therapieempfehlung. Je nach Situation gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten.

Der Linearbeschleuniger in der imland Klinik Rendsburg
Der Linearbeschleuniger in der imland Klinik Rendsburg

Wirkung der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie gehört zu den häufigsten Behandlungsformen. „Sie ist ein seit langem etabliertes Verfahren mit exzellenten Heilungschancen“, erklärt Dr. Roland Panzer, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Nuklearmedizin. „Durch Strahlung wird die Erbsubstanz und somit die Teilungsfähigkeit der Tumorzellen zerstört, zum Teil werden Tumorzellen auch direkt abgetötet. In Folge dessen bildet sich der Tumor zurück.“ Die Therapie beschränkt sich im Gegensatz zu einer medikamentösen Chemotherapie lediglich auf die befallene Körperstelle und ist somit weniger belastend für den Gesamtorganismus.

Die Klinik bietet mehrere Formen der Strahlentherapie an, zwischen denen je nach Krankheitsbild gewählt wird.

„Es kann eine Bestrahlung der Prostata von außen erfolgen oder es wird über in die Prostata eingebrachte Nadeln bestrahlt.“, erläutert Dr. Panzer.

„Beim letztgenannten Verfahren wird in Narkose entweder in zwei Therapiesitzungen mittels einer beweglichen Strahlenquelle behandelt, oder in einer Sitzung über das Einbringen von permanent in der Prostata verbleibenden Strahlenquellen (sog. Seeds). Die Verträglichkeit der Bestrahlung ist insgesamt gut. Längere Krankenhausaufenthalte sind nicht zu erwarten, meist wird ambulant behandelt.“ Je nach Erkrankungsstadium ist auch eine Kombination der Therapieverfahren möglich.

Weitere Behandlungsmethoden

Bei fortgeschrittenem Tumorleiden wird häufig eine medikamentöse Behandlung angestrebt. Verschiedene Medikamente hemmen die Erkrankung durch direkte oder indirekte Wirkungen am Tumor. Das Wachstum der Prostatakrebszellen wird unter anderem durch das körpereigene männliche Sexualhormon Testosteron begünstigt, daher kann über eine Beeinflussung dieses Hormons eine Tumorbehandlung erfolgen. Durch einen medikamentösen oder operativen Entzug des Hormons wird die Ausbreitung des Tumors gehemmt und so der Erkrankungsverlauf verlangsamt.


„Prostatakrebssprechstunde“

Weitere Informationen zur Vorsorgeuntersuchung und den Behandlungsmethoden erhalten Sie während der Prostatakrebssprechstunde der imland Klinik montags und donnerstags von 9.00 – 11.00 Uhr nach telefonischer Terminabsprache.


Portrait Dr. Roland Panzer
Dr. Roland Panzer

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imland Klinik Rendsburg
Klinik für Strahlentherapie und Nuklearmedizin
Dr. Roland Panzer
Lilienstraße 20
24768 Rendsburg
Tel. 04331 200-6201
E-Mail: strahlentherapie@imland.de