Senioren-Special

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Wie ein Mensch altert, wird nur teilweise durch seine Gene bestimmt. Wer auf sich achtet und regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt, kann seine Gesundheit merklich positiv beeinflussen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Diabetes erkennen!

Mit dem Alter steigt das Diabetes-Risiko. Nach Angaben der Deutschen Diabetes Stiftung sind zwei Drittel der Betroffenen in Deutschland älter als 65 Jahre (Administrative Prävalenzen und Inzidenzen des Diabetes mellitus von 2009 bis 2015. Goffrier B et al. 2017;
www.versorgungsatlas.de).

„Es gilt stets: Je früher Krankheiten entdeckt werden, desto besser sind die Heilungschancen“ mahnt Prof. Dr. med. Hans Hauner von der Deutschen Diabetes Stiftung.

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„Bereits ab einem Alter von 35 Jahren sollte alle zwei Jahre ein Check-Up beim Hausarzt durchgeführt werden.“ Dazu gehören eine Anamneseerhebung, die körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung, Blutuntersuchungen (Cholesterin, Blutzucker), sowie eine Urinanalyse. Zur Früherkennung eines Diabetes reicht die Messung des Nüchternblutzuckers häufig nicht aus. Daher sollte zusätzlich ein Blutzuckerlangzeitwert (HbA1c) gemessen werden.

Krebsfrüherkennung in Anspruch nehmen!

Bei Männern übernimmt die gesetzliche Krankenkasse ab einem Alter von 45 Jahren die Kosten für die Früherkennung von Prostatakrebs. Frauen können ab dem 50. Lebensjahr das Mammographie-Screening zur Brustkrebsvorsorge nutzen. Für beide Geschlechter besteht ab dem 30. Lebensjahr zudem Anspruch auf ein Hautkrebsscreening und ab dem 50. Lebensjahr auf Darmkrebsvorsorge.

„Besonders Männer sind leider häufig Vorsorge-Muffel“, weiß Prof. Dr. Frank Gieseler, Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft.

Logo Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft

Dabei gibt es das kostenlose Angebot regelmäßiger Früherkennungsuntersuchungen für alle Versicherten – und das kann Leben retten. „Wir Onkologen möchten alle Männer und Frauen ermutigen, diese Routineuntersuchungen wahrzunehmen, denn ein früh erkannter Tumor oder Vorstufen davon können in den meisten Fällen gut behandelt werden. Gesundheit ist Ihr höchstes Gut, lassen Sie sich gerne bei uns in der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft beraten!“

„Mit einer Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen, die die Behandlung aus bestimmten Gründen nicht wahrnehmen können“, Thomas Fröber

Impfen lassen – für sich selbst und andere!

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Bei vielen Senioren ist das Immunsystem nicht mehr so resistent wie bei jungen Menschen. Impfungen, wie beispielsweise der jährliche Grippeschutz, sind daher besonders wichtig. „Mit einer Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen, die dieBehandlung aus bestimmten Gründen nicht wahrnehmen können“, weiß Thomas Fröber, Projektleiter der Initiative „Gesund am NOK“. Empfohlen werden auch Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.

„Patienten sollten auf jeden Fall einen umfassenden Gesundheitscheck bei ihrem Hausarzt machen lassen, damit eventuelle Grunderkrankungen und Risikofaktoren erkannt und behandelt werden können“, empfiehlt Prof. Dr. Deussen.

Die Augen im Blick behalten!

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Bei fast allen Menschen lässt die Sehkraft mit dem Alter allmählich nach. Prof. Dr. Giso Deussen von der Deutschen Seniorenliga rät daher, einmal jährlich zum Augenarzt zu gehen. „So können altersbedingte Augenerkrankungen früh erkannt und behandelt werden.“ Wichtig sei außerdem, dass die Therapie im Fall einer zugrundeliegenden Gefäßerkrankung nicht allein auf die Augen beschränkt bliebe. „Patienten sollten auf jeden Fall einen umfassenden Gesundheitscheck bei ihrem Hausarzt machen lassen, damit eventuelle Grunderkrankungen und

Risikofaktoren erkannt und behandelt werden können“, empfiehlt Prof. Dr. Deussen.

„Je früher bei einer Erkrankung Maßnahmen getroffen werden können, desto besser“, weiß Gisela Klatt

Osteoporose-Risiko ernst nehmen!

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Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Osteoporose. Dies ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels und hat eine Verminderung der Knochenmasse sowie eine erhöhte Knochenbrüchigkeit zur Folge. Frauen sollten ab einem Alter von 60 Jahren einmalig ihre Knochendichte messen lassen – Männer ab 80. „Je früher bei einer Erkrankung Maßnahmen getroffen werden können, desto besser“, weiß Gisela Klatt vom Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. „Der Osteoporose entgegenwirken kann man außerdem durch eine gesunde, calciumreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und Sport. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Oxalsäure sowie phosphathaltige Getränke wie Cola, fettiges Essen, Alkohol und Nikotin sollte man hingegen meiden.“

„Viele Ursachen sind behandelbar. Wer aus Angst vor Alzheimer einen Arztbesuch scheut, verbaut sich diese Chance.“, Monika Kaus

Keine Angst vor der Alzheimer-Untersuchung!

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Zum Krankheitsbild bei Alzheimer gehören Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit. Der größte Risikofaktor für die Entwicklung der Krankheit ist das Alter. Nur in seltenen Fällen sind die Betroffenen jünger als 60 Jahre. „Wer Probleme hat, die auf Alzheimer hinweisen, zum Beispiel mit seinem Gedächtnis, sollte diese von einem Arzt abklären lassen“, so Monika Kaus von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. „Viele Ursachen sind behandelbar. Wer aus Angst vor Alzheimer einen Arztbesuch scheut, verbaut sich diese Chance.“