Priv.-Doz. Dr. Andreas Bannowsky: „Den Tumor erkennen, wenn er noch keine Beschwerden verursacht“

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Ob Zeitnot, Unwissenheit oder einfach keine Lust – Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen, ist für viele Männer im Alltag nicht drin. Diese können jedoch, wie im Fall von Volker Peermann*, lebensrettend sein. Während einer Vorsorgeuntersuchung wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert. Daraufhin suchte er Rat im Prostatakrebszentrum der imland Klinik Rendsburg, wo interdisziplinäre Expertenteams ganz individuelle Therapieempfehlungen ermöglichen.

Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Blut im Urin und Schmerzen bei der Ejakulation können Anzeichen für Prostatakrebs sein. „Eindeutige Warnsignale, die frühzeitig darauf hinweisen, gibt es aber nicht. Genau das ist ein großes Problem: Bemerkbar macht sich das Karzinom meist erst dann, wenn es sich bereits ausgebreitet hat“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Andreas Bannowsky, Chefarzt der Klinik für Urologie sowie des Prostatakrebszentrums der imland Klinik Rendsburg.

Heilungschancen sind im Anfangsstadium am größten

„Ziel der Früherkennungsuntersuchung ist es daher, den Tumor zu erkennen, wenn er noch örtlich auf die Prostata begrenzt ist und keine Beschwerden verursacht“, weiß der Mediziner. „Die Heilungschancen sind in diesem Stadium am größten.“ Später erst kann die Geschwulst in benachbartes Gewebe hineinwachsen. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Krebszellen über Lymph- und Blutbahn im Körper verteilen und Metastasen bilden.

„Ziel der Früherkennungsuntersuchung ist es daher, den Tumor zu erkennen, wenn er noch örtlich auf die Prostata begrenzt ist und keine Beschwerden verursacht“, weiß Priv.-Doz. Dr. Andreas Bannowsky.

Während der Vorsorge werden die Krankheitsgeschichte und eventuelle Beschwerden des Patienten erfragt. Außerdem erfolgt eine Tastuntersuchung der Prostata, bei der die äußeren Genitalorgane sowie die Lymphknoten in der Leiste überprüft werden. Besteht ein Verdacht auf Prostatakrebs, kann dieser durch eine Laboruntersuchung des Blutes, eine Biopsie oder bildgebende Verfahren abgeklärt werden.

Kontinenz und Erektionsfähigkeit erhalten

Betroffene sind im Prostatakrebszentrum bestens aufgehoben. Hier wird die optimale Behandlungsmöglichkeit für jeden Patienten innerhalb eines interdisziplinären Expertenteams erarbeitet. „Zur Anwendung kommen die modernsten Methoden und Techniken einschließlich Laser-, Strahlen- und Chemotherapie“, berichtet der Chefarzt. „Neue Operationstechniken erlauben außerdem ein nervenschonendes und blutsparendes Vorgehen. So kann neben der Kontinenz in geeigneten Fällen auch die Erektionsfähigkeit erhalten werden.“ Kommt ein chirurgischer Eingriff nicht in Frage, können Patienten auch in der Strahlentherapeutischen Klinik behandelt werden.

„Zur Anwendung kommen die modernsten Methoden und Techniken einschließlich Laser-, Strahlen- und Chemotherapie“, berichtet der Chefarzt. „Neue Operationstechniken erlauben außerdem ein nervenschonendes und blutsparendes Vorgehen. So kann neben der Kontinenz in geeigneten Fällen auch die Erektionsfähigkeit erhalten werden.“

Bei Volker Peermann konnte der Tumor durch eine OP entfernt werden – er hatte keine Metastasen gebildet. „Das zeigt, wie wichtig die Früherkennungsuntersuchungen sind“, erläutert Dr. Bannowsky. Ab 45 wird eine jährliche Prostatakrebs-Vorsorge von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt. Liegt die Anlage zum Prostatakarzinom in der Familie, kann es wichtig sein, bereits in jüngeren Jahren damit zu beginnen. „In begründeten Fällen springt die gesetzliche Krankenkasse auch schon früher ein“, so der Mediziner.

*Name von der Redaktion geändert


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