Pflege an der imland Klinik: „Der Fokus liegt auf unseren Patienten“

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Aktuell ist ein Thema immer wieder in den Medien präsent: der Mangel an Pflegefachkräften. Dem setzt die imland Klinik einiges entgegen. Im Interview berichtet Pflegedirektor Andreas Brates von aktuellen Maßnahmen, Herausforderungen sowie notwendigen Schritten für die Zukunft.

Herr Brates, was gehört zu Ihren wichtigsten Aufgaben als Pflegedirektor?

Vornehmlich die Personalführung, die interprofessionelle Kommunikation, die Koordination von verschiedenen Projekten sowie die Personalakquise. Weiterhin das transparente Heranbringen von vorgegebenen Zielen der Klinikleitung an die Mitarbeiter. Ebenso gehört dazu der wohl abgewogene Einsatz von Personal unter Berücksichtigung sozialer sowie wirtschaftlicher Aspekte. Der Fokus hierbei liegt natürlich auf unseren Patienten.

Folgt die Pflege an der imland Klinik einer bestimmten Ausrichtung?

Ja – über Allem steht das Unternehmensleitbild. An diesem orientieren sich alle weiteren Leitbilder, so auch unser Pflegeleitbild. Dieses existiert bereits seit dem Jahr 2007 und wird alle fünf Jahre inhaltlich neu überarbeitet. Wir lehnen uns nicht speziell einer Pflegetheorie an, sondern nutzen auch andere Ressourcen, um individuell für den einzelnen Patienten ein größeres Spektrum abzudecken.

Die größte Herausforderung für die Pflegedirektion, hier als auch in anderen Kliniken, ist im Moment die Personalakquise.

Was sind die größten Herausforderungen in der Pflege?

Einen guten Einklang zwischen den eigentlichen Bedürfnissen der Patienten und dem tatsächlich Möglichen an pflegerischen Leistungen zu finden. Die Anforderungen an die Pflege vor Ort sind immens gestiegen. Zu nennen sind beispielsweise Dokumentation, besondere Hygienemaßnahmen, Qualitätsmanagement, Arbeitsschutz und Datenschutz. Deren zusätzliche Integration vereinfacht das Handeln nicht immer.

Die größte Herausforderung für die Pflegedirektion, hier als auch in anderen Kliniken, ist im Moment die Personalakquise. Eine „Nicht-Besetzung“ von etwa 20 Vollkräften in einem Haus unserer Größenordnung ist keine Seltenheit mehr. Umso wichtiger ist unsere Aufgabe, Maßnahmen zu generieren, durch die sich unser Personal wohlfühlt und Wertschätzung erfährt. Dazu gehören die Übernahme von Fortbildungen, motivierende Dienstplangestaltungen, Personalentwicklung, Flexibilitätszuschläge, Möglichkeiten zur eigenen Weiterentwicklung und Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Ebenso ist es von zentraler Bedeutung, sich für die Zukunft gut aufzustellen. Dazu zählt eine Professionalisierung und teilweise Akademisierung der Pflege genauso wie das filigrane, absolut zu priorisierende tägliche Patientenmanagement eines jeden Mitwirkenden vor Ort. Generell gilt es, für eine langfristige Berufszufriedenheit unter den Mitarbeitern zu sorgen. Die professionelle Ausbildung, sowie die zwar stringente aber dennoch sensible Personalentwicklung, sollten in den nächsten Jahren dringend wieder mehr Berücksichtigung finden, um interessante Perspektiven für jeden Einzelnen zu bieten. Das kostet Geld und hier fehlt es an einem klaren Statement der Politik.

Sollte ich die idealen Eigenschaften der zukünftigen „Pflegefachkraft“ nennen, würde ich emotionale Stabilität, Warmherzigkeit, Weitsicht, Einfühlsamkeit, Wissensdurst und Intelligenz dazuzählen.

Wer ist für einen Beruf im Bereich der Pflege geeignet?

Diese Frage stellen wir uns regelmäßig wiederkehrend vor Beginn einer Ausbildung. Das obliegt dann natürlich maßgeblich unserem Ausbildungsträger in unserer Krankenpflegeschule, mit dem wir eine sehr gute Zusammenarbeit hegen. Auch hier werden Anreizmaßnahmen wie ausbildungsbegleitende Studiengänge, Heimatstationen sowie Begleitung von Praktikanten oder FSJ´lern geschaffen, um einen Einstieg ins Berufsleben so angenehm wie möglich zu gestalten. Sollte ich die idealen Eigenschaften der zukünftigen „Pflegefachkraft“ nennen, würde ich emotionale Stabilität, Warmherzigkeit, Weitsicht, Einfühlsamkeit, Wissensdurst und Intelligenz dazuzählen.

Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrem Beruf?

Das Auseinandersetzen mit den täglichen Problematiken in einer Klinik, ebenso wie die spannenden Begegnungen mit unterschiedlichsten Professionen und den damit verbundenen speziellen Anforderungen. Insgesamt das Zusammenbringen der verschiedenen Belange einzelner Bereiche und der Gesamtklinik unter der Berücksichtigung und Wahrung der Interessen des Patienten.

Weiterhin das „sich-bewegen-im Spannungsfeld-zwischen-Theorie-und-Praxis“ – den Anforderungen des heutigen Klinikalltags in regelrechter Form zu entsprechen, ohne dabei den Fokus auf unser eigentliches Gut zu verlieren: unsere Patienten und unsere Mitarbeiter. Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen herzlich bedanken, die an diesem Prozess beteiligt sind!

Andreas Brates

Ihr Fachbereich vor Ort

Pflege- und Funktionsdienst
Andreas Brates
Tel. 04331 200-9041
E-Mail: pflegedienst@imland.de

imland Klinik Rendsburg
Lilienstraße 20-28
24768 Rendsburg

imland Klinik Eckernförde
Schleswiger Straße 114-116
24340 Eckernförde