Neurochirurgie: Mit Präzision und Feingefühl

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Prof. Dr. Andreas M. Stark im OP
Erst Prostata-Krebs, dann eine Metastase im Halswirbel: Mit stärksten Schmerzen ist der 72-jährige Ulrich H.* in die imland Klinik gekommen. Seine Knochen waren fast vollständig aufgelöst. Durch einen präzisen Eingriff retteten die Neurochirurgen ihn vor einer Querschnittslähmung.

Die Ärzte der imland Klinik reagierten sofort. „Bei der neurologischen Untersuchung waren keine Lähmungen oder Gefühlsstörungen festzustellen. Im Fall eines bekannten Tumorleidens muss aber immer auch an die Möglichkeit der Metastasenbildung gedacht werden“, erinnert sich Prof. Dr. Andreas M. Stark, Leitender Arzt der Neurochirurgie, und spielt damit auf ein zuvor behandeltes Prostatakrebsleiden des Patienten an.

Neurochirurgie: Gezielte Diagnostik

Die Röntgenaufnahme und die Computertomographie der Halswirbelsäule zeigten tatsächlich eine Metastase im vierten Halswirbel. Diese hatte den Knochen bereits so weit zerstört, dass ein Bruch des Wirbels unmittelbar bevorstand. Es drohte eine Querschnittslähmung. Prostatakrebszellen können sich, meist im fortgeschrittenen Tumorstadium, weit entfernt vom eigentlichen Tumor ansiedeln und Metastasen entwickeln. Knochen sind dabei häufig betroffen.

Neurochirurge Prof. Dr. Andreas M. Stark im Gespräch mit einer Patientin
Prof. Dr. Andreas M. Stark im Gespräch mit einer Patientin

Expertentipp von Prof. Dr. Andreas M. Stark, Leitender Arzt der Neurochirurgie:
„Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Viele Patienten recherchieren noch vor der ersten Untersuchung zu Symptomen und Krankheitsbildern. Oftmals sind die Informationen aus dem Internet aber unzureichend aufgearbeitet oder schlichtweg falsch. Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die einen sehr günstigen Ausgang haben. Zum Beispiel der Bandscheibenvorfall: Viele Patienten sind nach der Behandlung wieder schmerzfrei und können sich normal bewegen. Eine Querschnittlähmung bei Bandscheibenvorfall ist dagegen die absolute Ausnahme. Auch bei Patienten mit einem Tumor im Kopf handelt es sich häufig um gutartige Tumore, die operativ erfolgreich entfernt werden können. Ratsam ist in diesen Fällen die Vorstellung bei einem Spezialisten, so wie wir es sind. Wir sind ja hier vor Ort und für die Menschen da – und das in Rendsburg und in Eckernförde.“

Im Fall von Ulrich H. war eine Operation die einzige sinnvolle Behandlung. „Dabei haben wir die Metastase im Wirbelkörper entfernt und einen Platzhalter aus Kunststoff, einen sogenannten Cage, eingesetzt“, berichtet der Experte für Tumorerkrankungen des Nervensystems. „Um die Belastungsstabilität zu gewährleisten, brachten wir außerdem eine Platte vor der Wirbelsäule an.“

Durch präzise Eingriffe Beweglichkeit erhalten

Solche Behandlungen gehören in der Neurochirurgie der schleswig-holsteinischen imland Klinik in Rendsburg zum Alltag. Hier werden sämtliche neurochirurgische Operationen an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule durchgeführt. „Generell bevorzugen wir entlastende Eingriffe, da sie eine deutlich geringere Belastung für den Patienten darstellen“, erzählt Professor Stark. „Bei manchen Patienten reichen diese jedoch nicht aus, sodass auch alle Arten von stabilisierenden Methoden zur Anwendung kommen.“ Besonders häufig sei dies bei Tumorerkrankungen notwendig – wie im Falle des 72-jährigen Prostatakrebspatienten. Seine Wirbelsäule wurde durch den präzisen Eingriff der Neurochirurgen erfolgreich stabilisiert, bestätigt der Leitende Arzt erfreut: „Der Patient konnte unmittelbar nach der Operation den Hals normal bewegen und musste keine Halskrause tragen. Wenige Tage nach der Operation wurde er nach Hause entlassen.“

*Name von der Redaktion geändert


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Prof. Dr. Andreas M. Stark
Prof. Dr. Andreas M. Stark

imland Klinik Rendsburg
Neurochirurgie
Prof. Dr. Andreas M. Stark
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