Mutter-Kind-Behandlungsangebot in der Psychiatrie

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Mutter küsst ihr BabyPsychische Erkrankungen treten bei Frauen nach der Entbindung häufiger auf. Sie werden aber aufgrund der plötzlich veränderten Lebensumstände oftmals nicht erkannt. Welche Symptome auftreten können und wann die Betroffenen auf jeden Fall einen Experten aufsuchen sollten, berichtet Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der imland Klinik Rendsburg sowie der Psychiatrischen Tagesklinik der imland Klinik Eckernförde.

 

 

Nach der Entbindung (postpartal) leiden zehn bis fünfzehn Prozent der Frauen an einer Depression. „Es handelt sich dabei nicht um ein eigenständiges Krankheitsbild, das nur in dieser Zeit auftritt“, erklärt Dr. Schulz-Du Bois. „Die Frauen tragen vielmehr eine genetische Disposition, also eine Veranlagung, für eine Depression. Außerdem haben sie eine Lerngeschichte in ihrer Familie, in der es sehr häufig weitere Familienmitglieder mit Depressionen gibt.“ Sie lernen also unter Umständen schon sehr früh depressive Verhaltensmuster kennen. Wenn dann im weiteren Leben ein besonderer Stress auftritt, kommt die Erkrankung zum Ausbruch.

Schnelle Termine für betroffene Mütter

„Eine Geburt ist zwar ein erwünschtes und meist glückliches Ereignis, aber Eltern wissen auch, wie stressreich gerade die erste Zeit mit dem Kind sein kann“, erklärt die Ärztin. Stress befördert den Ausbruch einer Depression. Halten Symptome wie traurige Stimmung, Antriebsminderung, Interessen- und Freudverlust länger als 14 Tage an und kommen noch weitere Symptome, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Ängste und vielleicht sogar eine Störung in der Beziehung zum Kind dazu, sollte die betroffene Mutter einen Experten aufsuchen. Die Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik der imland Klinik Rendsburg hat eine Spezialisierung für diese Krankheitsbilder. Das Team um Chefärztin Dr. Schulz-Du Bois bietet in der „Spezialambulanz Mutter-Kind“ in Notfällen schnelle Termine für betroffene Mütter an.

„Eine Geburt ist zwar ein erwünschtes und meist glückliches Ereignis, aber Eltern wissen auch, wie stressreich gerade die erste Zeit mit dem Kind sein kann“, erklärt Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois.

„Es wird eine umfängliche Diagnostik durchgeführt und die Familie erhält eine Beratung, um den Stress für die Mutter möglichst zu minimieren“, berichtet die Medizinerin. Psychotherapeutische Einzel- und Gruppenbehandlung und Psychopharmakotherapie ergänzen das Angebot. Es besteht außerdem eine enge Kooperation zu Gynäkologen, Kinderärzten, Hebammen und den „Frühen Hilfen“. „Bei sehr schweren Erkrankungen können Mutter und Kind auch gemeinsam auf eine Station für Menschen mit depressiven Erkrankungen aufgenommen werden“, so die Expertin. „Die frühzeitige Behandlung der Mutter beugt einer Beziehungsstörung zum Kind vor und versetzt die Mutter in die Lage, sich wieder liebevoll und fürsorglich um ihr Kind zu kümmern. Dies ist die beste Prävention, damit das Kind nicht später einmal selbst an einer Depression erkrankt.“


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Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois
Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois

imland Klinik Rendsburg
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Spezialambulanz Mutter-Kind
Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois
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24768 Rendsburg
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