Knie-Arthrose – Zurück in ein bewegtes Leben

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Behandlung bei Knie-Arthrose

Käthe Carstens ist eine vielbeschäftigte Frau. Acht Enkelkinder, der eigene Haushalt und ihr Garten halten die Rentnerin auf Trab. Doch ihre Lebensfreude litt in den letzten Jahren. Ständige Schmerzen im Knie waren ihr täglicher Begleiter – Diagnose Arthrose im Knie. Die Geschichte von Frau Carstens ist in vielerlei Hinsicht typisch, berichtet Dr. Steffen Oehme, Chefarzt des Gelenkzentrum der Orthopädie und der Unfallchirurgie der imland Klinik Eckernförde an der Ostsee.

Als die Schmerzen im rechten Knie begannen, glaubte Käthe Carstens zunächst nicht an eine Erkrankung. „Ich dachte an eine normale Überlastung, sodass ich vielleicht etwas kürzer treten muss im Alltag“, blickt sie zurück. Doch die Probleme wurden schlimmer. Selbst banale Dinge wie Treppensteigen oder kurze Strecken zu Fuß waren mit Schmerzen verbunden. Ihre Lebensqualität sank zunehmend. Das wollte die Rentnerin nicht mehr länger zulassen und ging, auf Anraten einer guten Bekannten, in die Sprechstunde von Dr. Oehme im Gelenkzentrum der imland Klinik Eckernförde. „Sie hatte bereits ein ausgeprägtes O-Bein in Folge der Arthrose und konnte das Bein nicht mehr ganz strecken. Das belastete in erheblichen Maße die umliegende Muskulatur und führte zu den starken Schmerzen“, erinnert sich der Experte.

Diagnose Arthrose

Arthrose: Vergleich gesundes Kniegelenk mit geschädigten Kniegelenk
Bei einem von Arthrose geschädigten Kniegelenk wird im Laufe der Zeit die schützende Knorpelschicht abgebaut.

Die bei Frau Carstens festgestellte Arthrose, also der frühzeitige Verschleiß des Knorpels, ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung. Die schützende Knorpelschicht im Kniegelenk wird dünner bis die Knochen schließlich aufeinander reiben und sich verformen. Schmerzen sind die Folge. Manchmal können sie nur noch durch den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks gestoppt werden.

Eine sofortige Operation ist aus medizinischer Sicht nur in etwa zehn Prozent der Fälle notwendig – wenn größere Knochendefekte durch den Abrieb des Gelenks drohen. Bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen ist der Gelenkersatz nicht medizinisch zwingend erforderlich, er kann die Lebensqualität aber erheblich verbessern. „Die ausschlaggebenden Kriterien sind der Schmerz und die Einschränkungen, die die Betroffenen täglich haben. Ich versuche meinen Patienten auf keinen Fall zu vermitteln, dass unbedingt operiert werden muss. Sie müssen für sich entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist“, betont Dr. Oehme.

„Keiner der Patienten steht unter Druck“

Im Gespräch berichtet Frau Carstens von der schwierigen Entscheidungsfindung: „Natürlich hatte ich Bedenken. Die Entscheidung für ein neues Kniegelenk ist mir nicht leicht gefallen.“ Heute sagt sie, dass sie die Knie-Operation zu lange aufgeschoben habe. Dr. Oehme, der jährlich ungefähr 600 endoprothetische Operationen am Gelenkzentrum selbst durchführt, betont dennoch: „Keiner der Patienten steht unter Druck. Sie haben aus medizinischer Sicht in 90 Prozent der Fälle genügend Zeit für reichliche Überlegungen.“

Den typischen Behandlungsverlauf einer Gelenkarthrose gibt es übrigens nicht. Viele Patienten nehmen zunächst eine konservative Therapie bei ihrem Hausarzt wahr. Andere werden von einem niedergelassenen Facharzt betreut. Wiederum andere, wie Frau Carstens, kommen direkt in die Sprechstunde von Dr. Oehme.

Die ersten Schritte mit dem neuen Kniegelenk

Visite nach einer Operation bei Knie-Arthrose
Dr. Steffen Oehme überprüft Frau Carstens Knie.

„Es läuft bisher alles wie am Schnürchen“, lächelt Frau Carstens, als sie ihr erst vor einer Woche operiertes Knie betrachtet. Die Schmerzen, die sie so lange Jahre begleitet haben, sind verschwunden. Auch bei den Spaziergängen durch den Krankenhausflur macht sie bereits große Fortschritte. Ihr vormals steifes Knie kann sie schon wieder mehr als 90 Grad anwinkeln. Das neue Kniegelenk erleichtert vieles. Humpliger Gang und Schmerzen sollen der Vergangenheit angehören. Dafür übt Frau Carstens bereits seit dem ersten Tag nach der Operation fleißig mit dem physiotherapeutischen Team des Gelenkzentrums in der imland Klinik an der Ostsee. Sie freut sich jetzt auf ihren Reha-Aufenthalt. Nach der ersten Nachuntersuchung, ein Vierteljahr nach der Operation, möchte sie dann mit neuer Freude an die Gartenarbeit gehen.

 

„Je mehr wir uns im Laufe des Lebens bewegen, desto länger werden unsere Gelenke halten.“

Dr. Steffen Oehme, Chefarzt des Gelenkzentrums der imland Klinik Eckernförde, gibt praktische Tipps im Umgang mit Arthrose und künstlichen Gelenken.

Wie kann Arthrose vorgebeugt werden?

“Ich rate vielen Patienten zu Bewegung. Denn häufig denken sie sehr mechanistisch – wie beispielweise bei einem Auto, bei dem der Motor länger hält, wenn es weniger gefahren wird. Im menschlichen Körper ist das genau umgekehrt. Je mehr wir uns im Laufe des Lebens bewegen, desto länger werden unsere Gelenke halten. Schon zwei Stunden wöchentlich an der frischen Luft spazieren zu gehen, sind sinnvoll. Wenn man die Zeit findet, sich jeden zweiten Tag für eine halbe bis dreiviertel Stunde zu bewegen, ist es noch besser.”

Welche Sportarten empfehlen Sie Patienten mit neuem Gelenk?

“Nordic Walking ist sehr gut geeignet, da es ein fließender Übergang vom Gehen mit Unterarmstützen in der Klinik ist. Viele Patienten gehen auch Fahrradfahren oder Schwimmen. Das geht wunderbar ohne Einschränkungen. Jogging ist auch möglich, allerdings nicht auf hartem Boden und nur mit guten Laufschuhen mit ordentlicher Dämpfung, damit man nicht zu viel Stoß- oder Stauchbelastung auf das Gelenk bringt.”

Das Gelenkzentrum der imland Klinik Eckernförde

Das Gelenkzentrum ist ein von der Initiative EndoCert ausgezeichnetes Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung. Dies bedeutet, dass alle Möglichkeiten der endoprothetischen Behandlung auch für Hochrisikopatienten gewährleistet sind. Eine internistisch-kardiologische Mitbetreuung und eine internistisch-intensivmedizinische Überwachung der Patienten, sollte dies erforderlich werden, stehen zur Verfügung. Bereits mehrfach ist das Gelenkzentrum der imland Klinik vom Nachrichtenmagazin FOCUS zu einer der Top-Kliniken Deutschlands gekürt worden. Darüber hinaus erhielt Chefarzt Dr. Oehme im Jahr 2017 erneut eine Auszeichnung als einer der bundesweit besten Mediziner in den Bereichen Hüft- und Kniechirurgie. Sein erfahrenes Team an der imland Klinik absolviert etwa 1.200 endoprothetische Operationen im Jahr. Für die physiotherapeutische Betreuung stehen 18 Mitarbeiter der physiotherapeutischen Abteilung zur Verfügung. Die Nachsorge erfolgt in enger Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten sowie dem Sozialdienst KOMPASS, der u. a. die Reha-Behandlung organisiert.


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Dr. Steffen Oehme
Dr. Steffen Oehme

imland Klinik Eckernförde
Gelenkzentrum – Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. Steffen Oehme
Schleswiger Str. 114-116
24340 Eckernförde
Tel. 04351 882-575
E-Mail: steffen.oehme@imland.de
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