Echokardiografische Diagnostik – Der Blick ins Herz

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Dr. Carsten Joachim bei Untersuchung

Eine Erkältung ist für viele Sportler kein Grund, das Training zurückzuschrauben. Wer trotz leichter Infekte weiterhin Sport treibt, riskiert jedoch im schlimmsten Fall eine Herzmuskelentzündung. Bei einer Echokardiographie untersuchen Dr. Carsten Joachim, Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin an der imland Klinik Eckernförde, und sein Team die Pumpleistung des Herzens und können so Rückschlüsse auf eine Entzündung des Herzmuskels ziehen.

 

„Treten Atemnot, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder Brustschmerzen auf, sollte in jedem Fall ein Kardiologe aufgesucht werden“

Häufigste Auslöser der sogenannten Myokarditis sind Grippeviren. Diese breiten sich im Körper aus und greifen auch auf das Herz über. Sport begünstigt diesen Prozess. Nicht selten wird die Entzündung des Herzmuskels bei einem grippalen Infekt zu spät oder gar nicht erkannt, da die Symptome einer Erkältung ähneln. Gerade das macht es gefährlich, denn eine unbeachtete Myokarditis kann zu einer Schwächung des Herzmuskels führen. „Treten Atemnot, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder Brustschmerzen auf, sollte in jedem Fall ein Kardiologe aufgesucht werden“, warnt Dr. Joachim.

Symptome ernst nehmen

Neben einer Blutuntersuchung, Röntgenaufnahmen und EKG-Untersuchungen können mit Hilfe eines Herzultraschalls, der Echokardiographie, Veränderungen des Herzmuskels, Entzündungen des Herzbeutels und der Herzinnenhaut erkannt werden. „Bei der Echokardiographie überprüfen wir die Pumpleistung und Herzklappenfunktion und achten auf etwaige Flüssigkeitsansammlungen zwischen Herzmuskel und -beutel“, erklärt Dr. Joachim. Ein großer Fokus der Inneren Medizin an der imland Klinik Eckernförde liegt neben der  Herzschrittmacherimplantation auf der beschriebenen echokardiographischen Diagnostik mit allen gängigen Verfahren, einschließlich der Stressechokardiographie, multimodalem und 4-D-Imaging.

Ruhe ist das oberste Gebot

Lautet die Diagnose Herzmuskelentzündung, ist  körperliche Schonung das oberste Gebot. Nur so kann der Betroffene lebenslange Schäden an den Herzklappen und dem Herzmuskel vermeiden. Spezielle Medikamente gibt es bei einer Herzmuskelentzündung durch Viren nicht. Dr. Joachim rät, dem Körper bei Erkältungen unbedingt Ruhe zu gönnen und mit dem Sport zu pausieren, bis der Infekt vollständig ausgeheilt ist. „Die Belastung schwächt das Immunsystem und der gewünschte Trainingseffekt bleibt ohnehin aus“, gibt der erfahrene Kardiologe zu bedenken. Wann eine Vollbelastung wieder möglich ist, entscheidet der Arzt. Aktive Sportler müssen je nach Krankheitsverlauf mit einer Trainingspause von drei bis sechs Monaten rechnen.


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